Die beiden australischen Kinderrechtsorganisationen Save the Children Australia und National Children’s & Youth Law Centre haben sich zusammen mit GetUp!, einer australischen politischen Internetcommunity mit immerhin über 325.000 Mitgliedern, und anderen Organisationen gegen Sperren von Kinderpornoseiten ausgesprochen. Die Sperren seien ineffektiv und würden die Opfer nicht schützen. Sie seien leicht zu umgehen und wären daher ein vollkommen ungeeignetes Mittel gegen Kinderpornografie.
Das Geld solle besser, so weiter in der gemeinsamen Erklärung, für die Strafverfolgung und Aufklärung verwendet werden. In Australien müssten, ca. 33 Mio. australische Dollar pro Jahr ausgegeben werden, um diese Sperren zu errichten. Das sei schlicht rausgeschmissenes Geld, da die Sperren nicht nützten. Mit diesem Geld aber könnten z. B. 300 neue Kriminalbeamte eingestellt werden, die sich um die Strafverfolgung der Täter kümmern könnten, so eine Sprecherin der Kinderschutzorganisationen. Außerdem solle Software unterstützt werden, die es Eltern ermöglicht, gezielt den Internetzugang ihrer Kinder zu filtern.
Weiter betont die Erklärung, dass der Preis für solche Sperren die Freiheit wäre. Die Erklärung endet mit den Worten: “Keine andere westliche Demokratie hat einen verpflichtenden Filter auf Ebene des ISP. Die Australier sollten nicht ihre Freiheit opfern müssen, um weltführend in der ineffektiven Internetzensur zu werden.”
Liebe Grüße
Erik
Quellen:
Australian IT
ABS News Australia
cnet australia
Die Erklärung im Wortlaut:
Statement on Internet Censorship
geschrieben am 12.07.2009 um 23:37 Uhr
von Erik
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geschrieben am 15.06.09 von Erik
Thema: Gesellschaft und Politik
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