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	<title>Kommentare zu: Der Preis der Freiheit</title>
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	<description>Meine Gedanken zu diesem und jenem ...</description>
	<lastBuildDate>Wed, 30 Mar 2011 22:42:24 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: Herr Q.</title>
		<link>http://blogs.roderwald.de/2009/06/30/der-preis-der-freiheit/comment-page-1/#comment-100</link>
		<dc:creator>Herr Q.</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jul 2009 16:14:57 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blogs.roderwald.de/?p=132#comment-100</guid>
		<description>Das Ideal ist zu bevorzugen. Nie wird es ganz erreicht werden. Das Risiko der Demagogie gibt es auch in der Aktuellen Situation. Es wird sich damit nur unzureichend auseinader gesetzt.

Wie Du siehts teile ich Deine Auffassung, meine Frage war aufgrund der 140 Zeichenbeschränkung bewusst provokativ.

ps: nur Zufällig gesehen, dass Du geantwortet hast. Danke.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das Ideal ist zu bevorzugen. Nie wird es ganz erreicht werden. Das Risiko der Demagogie gibt es auch in der Aktuellen Situation. Es wird sich damit nur unzureichend auseinader gesetzt.</p>
<p>Wie Du siehts teile ich Deine Auffassung, meine Frage war aufgrund der 140 Zeichenbeschränkung bewusst provokativ.</p>
<p>ps: nur Zufällig gesehen, dass Du geantwortet hast. Danke.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Erik</title>
		<link>http://blogs.roderwald.de/2009/06/30/der-preis-der-freiheit/comment-page-1/#comment-71</link>
		<dc:creator>Erik</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Jul 2009 11:58:53 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blogs.roderwald.de/?p=132#comment-71</guid>
		<description>@Herr Q.

Die Frage ist durchaus berechtigt. Ich möchte sie nur anders formulieren: Ist unsere Demokratie stark genug, um sich aus sich heraus vor Demagogen zu schützen oder bedarf sie des Schutzes durch Gesetze. Anders ausgedrückt, der bessere Schutz gegen Demagogen ist die Vernunft. Idealerweise sind alle Bürger aufgeklärt, gebildet und vernünftig. Dieses Ideal werden wir sicherlich nie erreichen. Es wird immer Menschen geben, die sich der Aufklärung, der Bildung und der Vernunft verweigern. Aber wie groß ist diese Menge an Menschen? Ist sie wirklich noch groß genug, so dass Demagogen eine Chance haben? Und wie halten wir diese Menge möglichst klein?

Ich halte es für einen Fehler, die Menge dadurch klein zu halten, indem man Verbote ausspricht dort, wo sie nicht oder nicht mehr notwendig sind. Mit Verboten macht man die Dinge eher interessanter. Man erreicht gerade nicht, die Dinge wirkmächtig aus den Köpfen zu verbannen. Stellen wir uns einfach mal vor, das Verbot der Leugnung der Shoa werde aufgehoben. Nun stellen wir uns weiter vor, ein Lehrer stellt erst die Geschichte dar, so wie sie ist, so wie er es heute (hoffentlich) schon tut. Er klärt seine Schüler auf über die Greuel, die geschehen sind. Er belegt jede seiner Aussagen mit Bildern, Filmen und zeitgenössischen Berichten. Und dann lässt er seine Schüler einen Text eines Geschichtsrevisionisten lesen. Da ich an die Vernunft und die Aufklärung fest glaube, nein, fest von ihnen überzeugt bin, bin ich mir sicher, dass keiner der Schüler auf diesen Unsinn hereinfallen würde.

Die Demagogie zuzulassen birgt selbstverständlich ein gewisses Risiko. Aber es würde uns zwingen, uns ganz anders mit ihr auseinander zu setzen als bei einem Verbot. Etwas, was verboten ist, kann ich nicht darstellen, um es hinterher zu widerlegen. Ein anderes Beispiel. Ich wollte in den 90er Jahren eine Website erstellen, auf der ich mich mit der Neuen Rechten auseinandersetzen wollte. Zu diesem Zweck wollte ich auch Webseiten der Nazis in den USA verlinken, um hier Parallelen aufzuzeigen zu dem, was in Deutschland und Dänemark passierte. Mein Anwalt hat mir dringend davon abgeraten. Andere, die das trotzdem getan haben, bekamen Ärger mit der Staatsanwaltschaft. Mein Projekt ging nie online. Die Erkenntnisse blieben im kleinen Zirkel der mir vertrauten Menschen gefangen. Sinnvoll? Sicher nicht. Aufklärung über die wahren Ziele und Gedanken der Neuen Rechten wäre sicherlich sinnvoller gewesen. Vielleicht spielten sie dann heute keine so große Rolle im Osten unseres Landes.

Liebe Grüße

Erik</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Herr Q.</p>
<p>Die Frage ist durchaus berechtigt. Ich möchte sie nur anders formulieren: Ist unsere Demokratie stark genug, um sich aus sich heraus vor Demagogen zu schützen oder bedarf sie des Schutzes durch Gesetze. Anders ausgedrückt, der bessere Schutz gegen Demagogen ist die Vernunft. Idealerweise sind alle Bürger aufgeklärt, gebildet und vernünftig. Dieses Ideal werden wir sicherlich nie erreichen. Es wird immer Menschen geben, die sich der Aufklärung, der Bildung und der Vernunft verweigern. Aber wie groß ist diese Menge an Menschen? Ist sie wirklich noch groß genug, so dass Demagogen eine Chance haben? Und wie halten wir diese Menge möglichst klein?</p>
<p>Ich halte es für einen Fehler, die Menge dadurch klein zu halten, indem man Verbote ausspricht dort, wo sie nicht oder nicht mehr notwendig sind. Mit Verboten macht man die Dinge eher interessanter. Man erreicht gerade nicht, die Dinge wirkmächtig aus den Köpfen zu verbannen. Stellen wir uns einfach mal vor, das Verbot der Leugnung der Shoa werde aufgehoben. Nun stellen wir uns weiter vor, ein Lehrer stellt erst die Geschichte dar, so wie sie ist, so wie er es heute (hoffentlich) schon tut. Er klärt seine Schüler auf über die Greuel, die geschehen sind. Er belegt jede seiner Aussagen mit Bildern, Filmen und zeitgenössischen Berichten. Und dann lässt er seine Schüler einen Text eines Geschichtsrevisionisten lesen. Da ich an die Vernunft und die Aufklärung fest glaube, nein, fest von ihnen überzeugt bin, bin ich mir sicher, dass keiner der Schüler auf diesen Unsinn hereinfallen würde.</p>
<p>Die Demagogie zuzulassen birgt selbstverständlich ein gewisses Risiko. Aber es würde uns zwingen, uns ganz anders mit ihr auseinander zu setzen als bei einem Verbot. Etwas, was verboten ist, kann ich nicht darstellen, um es hinterher zu widerlegen. Ein anderes Beispiel. Ich wollte in den 90er Jahren eine Website erstellen, auf der ich mich mit der Neuen Rechten auseinandersetzen wollte. Zu diesem Zweck wollte ich auch Webseiten der Nazis in den USA verlinken, um hier Parallelen aufzuzeigen zu dem, was in Deutschland und Dänemark passierte. Mein Anwalt hat mir dringend davon abgeraten. Andere, die das trotzdem getan haben, bekamen Ärger mit der Staatsanwaltschaft. Mein Projekt ging nie online. Die Erkenntnisse blieben im kleinen Zirkel der mir vertrauten Menschen gefangen. Sinnvoll? Sicher nicht. Aufklärung über die wahren Ziele und Gedanken der Neuen Rechten wäre sicherlich sinnvoller gewesen. Vielleicht spielten sie dann heute keine so große Rolle im Osten unseres Landes.</p>
<p>Liebe Grüße</p>
<p>Erik</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Herr Q. (herrq) 's status on Wednesday, 08-Jul-09 09:44:47 UTC - Identi.ca</title>
		<link>http://blogs.roderwald.de/2009/06/30/der-preis-der-freiheit/comment-page-1/#comment-70</link>
		<dc:creator>Herr Q. (herrq) 's status on Wednesday, 08-Jul-09 09:44:47 UTC - Identi.ca</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Jul 2009 09:45:12 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Wenn man absolute Meinungsfreiheit hätte, wie würde man vor Demagogen schützen? http://blogs.roderwald.de/2009/06/30/der-preis-der-freiheit/ [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Wenn man absolute Meinungsfreiheit hätte, wie würde man vor Demagogen schützen? <a href="http://blogs.roderwald.de/2009/06/30/der-preis-der-freiheit/" rel="nofollow">http://blogs.roderwald.de/2009/06/30/der-preis-der-freiheit/</a> [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Erik</title>
		<link>http://blogs.roderwald.de/2009/06/30/der-preis-der-freiheit/comment-page-1/#comment-49</link>
		<dc:creator>Erik</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Jul 2009 06:19:50 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blogs.roderwald.de/?p=132#comment-49</guid>
		<description>@Buchnekromant

Das ist das Problem. Der Staat bzw. seine Repräsentanten wollten noch nie und wollen auch heute keine mündigen Bürger, die bei allem und jedem mitreden. Am liebsten hätten sie Bürger, die alle vier Jahre ihre Stimme abgeben und, da sie die Stimme ja abgegeben haben, ansonsten ruhig sind. Alles andere gefährdet die Macht der Politiker und derer, die sie tatsächlich repräsentieren.

Mit Konkurrenten geht man dann so um, wie man es mit den Grünen getan hat. Erst werden sie zu Schmuddelkindern erklärt und, wenn das nicht klappt, integriert. If you can&#039;t beat them buy them gilt auch in der Politik. Dem kann nur entgegengewirkt werden, indem wir für mehr direkte und auch außerparlamentarische Demokratie auf allen Feldern kämpfen.

Liebe Grüße

Erik</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Buchnekromant</p>
<p>Das ist das Problem. Der Staat bzw. seine Repräsentanten wollten noch nie und wollen auch heute keine mündigen Bürger, die bei allem und jedem mitreden. Am liebsten hätten sie Bürger, die alle vier Jahre ihre Stimme abgeben und, da sie die Stimme ja abgegeben haben, ansonsten ruhig sind. Alles andere gefährdet die Macht der Politiker und derer, die sie tatsächlich repräsentieren.</p>
<p>Mit Konkurrenten geht man dann so um, wie man es mit den Grünen getan hat. Erst werden sie zu Schmuddelkindern erklärt und, wenn das nicht klappt, integriert. If you can&#8217;t beat them buy them gilt auch in der Politik. Dem kann nur entgegengewirkt werden, indem wir für mehr direkte und auch außerparlamentarische Demokratie auf allen Feldern kämpfen.</p>
<p>Liebe Grüße</p>
<p>Erik</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Buchnekromant</title>
		<link>http://blogs.roderwald.de/2009/06/30/der-preis-der-freiheit/comment-page-1/#comment-48</link>
		<dc:creator>Buchnekromant</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Jul 2009 01:03:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blogs.roderwald.de/?p=132#comment-48</guid>
		<description>Ein sehr schöner Eintrag. Aber ich gewinne immer mehr den Eindruck dass Mama Politik uns garnicht als mündige und wehrhafte Demokraten haben will. 
Wahlvolk welches sich, wenn überhaupt, aus der Zeitung mit den 4 Buchstaben informiert ist leichter mit haltloser Symbolpolitik und aktionistischen Schnellschüssen zu beeindrucken. Diese sind viel einfacher als ernsthafte Politik unter den wachsamen Augen von mündigen Bürgern. 
Leider macht diese Unmündigkeit die Menschen aber ebenso anfällig für den populismus extremer Fraktionen. Aber statt dem mit politischer Aufklärung und Bildung für die breite Masse entgegen zu wirken, ist es leichter diesen Konkurrenten auf dem Feld der Polemik einfach den Mund zu verbieten.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ein sehr schöner Eintrag. Aber ich gewinne immer mehr den Eindruck dass Mama Politik uns garnicht als mündige und wehrhafte Demokraten haben will.<br />
Wahlvolk welches sich, wenn überhaupt, aus der Zeitung mit den 4 Buchstaben informiert ist leichter mit haltloser Symbolpolitik und aktionistischen Schnellschüssen zu beeindrucken. Diese sind viel einfacher als ernsthafte Politik unter den wachsamen Augen von mündigen Bürgern.<br />
Leider macht diese Unmündigkeit die Menschen aber ebenso anfällig für den populismus extremer Fraktionen. Aber statt dem mit politischer Aufklärung und Bildung für die breite Masse entgegen zu wirken, ist es leichter diesen Konkurrenten auf dem Feld der Polemik einfach den Mund zu verbieten.</p>
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